Familie BRIXEL

Der Familienname

BRIXEL ist ein besonderer Familienname
Die erste mit dem Familiennamen BRIXEL geborene Person ist eindeutig identifizierbar.
Die Entwicklung der nachfolgenden Generationen von Brixels kann lückenlos dokumentiert werden, bis weit hinein ins 19. und 20. Jahrhundert. Es gibt nicht viele Familien, die dazu in der Lage sind.
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts bewohnen die Brixels nur einige wenige mährische Orte. Alle relevanten Kirchenbücher sind erhalten geblieben. Sie sind von staatlichen, tschechischen Archiven digitalisiert und öffentlich verfügbar gemacht. Das ist ein Glücksfall für die Familienforschung.

Erstmals wird der Name BRIXEL von Melchior dokumentiert, als er die Geburt seiner Tochter Maria Magdalena 1657 im Kirchenbuch eintragen lässt, und dann die Geburt seines Sohnes Johannes 1659. Fortan bleibt dies der Familienname. Alle anderen Thesen zur Herkunft des Familiennamens BRIXEL sind reine Fiktion.

Migrationsgeschichte

Migration ist ein immer wiederkehrendes Merkmal der Familiengeschichte.
Der Weg aller Brixels beginnt im 17. Jahrhundert in Frauenfeld im eidgenössischen Kanton Thurgau südlich des Bodensees. Von dort führt er am Ende des Dreißigjährigen Krieges in die Freie Reichsstadt Esslingen.
Im Laufe von drei Generationen geht es im 18. Jahrhundert weiter über Freudenthal/Nordmähren und Schluckenau/Nordböhmen zurück nach Nordmähren. Brixels sind Siedlungsgründer der Gemeinden Harrachsdorf und Rosendorf bei Römerstadt. Für einige Generationen werden alle Brixels in Römerstadt und Randgemeinden geboren. Alle sind Weber.
Mit Beginn des 19. Jahrhunderts – zeitgleich mit der zunehmenden Industrialisierung durch die Erfindung des mechanischen Webstuhls – verteilen sich spätere Generationen über Nordmähren. Es geht in das Kernland Österreich und in andere Länder.

Derzeit soll es weltweit etwa 350 lebende Namensträger geben. Sie wohnen überwiegend in drei Ländern: Deutschland, Österreich und Brasilien. Sie alle sind mit dem ersten männlichen Namensträger verknüpft, die meisten von ihnen dokumentiert bis in die derzeit 13. Generation.

Die Wanderungsgeschichte der Brixels ist typisch für die Geschichte Zentraleuropas. Es ist nicht die Geschichte von Herrschern, sondern die von umherziehenden Menschen, auf der Flucht vor Kriegen und wirtschaftlicher Not, auf der Suche nach Sicherheit und besseren Lebensbedingungen, und dann auch nach neuen Herausforderungen.

Familienchronik

Die Migrationsgeschichte der Brixels ist gut erforscht. Eine umfangreiche „Familienchronik BRIXEL. Die ersten drei Jahrhunderte“ ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 9783696356057) und bei Books on Demand. Weitere Einzelheiten finden sich im Mitgliederbereich, einschließlich der Originaldokumente zu fast allen der eintausend Brixels, die von 1657 bis zum Ende von Habsburger Monarchie und Deutschem Kaiserreich 1918 geboren sind.

In Teilkapiteln der Familienchronik werden die individuellen Lebensgeschichten ausgewählter Personen erzählt, von der vierten bis zur achten Generation. Es handelt sich um:
Albert (1765-1854), Vater des Verfassers der Gebirgschronik, Vincenz (1812-1884). In der Familienchronik sind Auszüge daraus abgedruckt, beginnend mit einer frühen Begegnung mit dem Grafen von Harrach, bis zu seinen verschiedenen Hausbauten in Römerstadt.
Hieronymus (1815-1888), einer der letzten Heimweber. Sein einfaches, ländliches Leben wird beschrieben, zunächst in einer Randgemeinde Römerstadts, dann in Mährisch Neustadt, während der Jahre, in denen sich mit dem mechanischen Webstuhl die industrielle Revolution vollzog.
Franz (1840-1903), der Enkel von Albert (1765-1854), der die Gebirgschronik seines Vaters herausbrachte, und darüber hinaus eine große Anzahl von eigenen Werken zu seinem Kampf gegen Alkohol und für vegetarische Ernährung schrieb. Beschrieben wird sein langer, schwieriger, kämpferischer Lebensweg.
Franz (1852-1914), Pianist, Dirigent, Musikpädagoge und Musikschuldirektor in Wien. Sein Werdegang und die Bedeutung seines Wirkens für das Musikleben in Wien werden dargestellt.
Hieronymus (1852-1932), Sohn des Hieronymus (1815-1888), ein Vertreter der frühen Lehrer-Generation. Es handelt sich um seine eigenen, teils sehr persönlichen Lebenserinnerungen.
Ludwig (1879-1938), Enkel des Hieronymus (1815-1888), Jurist, mehr noch bekannt als Vorkämpfer für die deutsche Minderheit in der neugegründeten Tschechoslowakei. Sein Werdegang wird dargestellt im Nationenkonflikt des Habsburgerreiches und danach.


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